Friday, 16 April 2010

Borrowed from Woody Allen

She had the face of a beautiful man. Her delicate lines were drawn along a male austerity. With piercing eyes that had seen the end, she channelled the room’s energy on me.
“You want me to talk?” she started, barely moving her dry, thin lips. “I cover a wide range of topics; expressionism (art and literature), existentialism, decadence, rudimentary psychoanalysis and classicism. One’s 200, two for 350. Time unlimited.”
Her offer aroused me; blood was shooting to all my [islands] of excitement. She would fulfil all my hopes. The catalogue promised these services, but who still believes advertisements in this day and age?

Monday, 12 April 2010

Holiday ramblings

Die blauen Hosen als Symbol.
Kobalt - Himmel - Ozean.

Zurückgedacht an heit're Stunden,
in den Spiegel jener Nacht,
deren off'ne Eiterwunden
der Medicus nicht zugebracht.

Friday, 26 March 2010

Always working

"I’m always working", some author (Roth) said. Is that what I want? Kinda yes, if confusion, thinking, problem, solving – i.e. mental preparation for physical work – is also work. I sure hope so. Then yes, I want a job that I want to mentally work at all the time. Like writing, where you’re developing, re-assessing, (re-)structuring, re-phrasing, inventing the text non-stop. That’s particularly what I wanna do. Don’t you?

Saturday, 20 March 2010

Meinungsfreiheit

Wie Süsskinds Junge mit der feinen Nase, der in einer französischen Höhle seine Geruchslosigkeit feststellte, habe ich eine schreckliche Erkenntnis machen müssen: ich habe keine eigene Meinung. Zu Vielem und Allem äussere ich mich gern und freigiebig. Ich kritisiere, vergleiche, urteile. Es erfreut mich nicht nur, allerlei Dinge zu beurteilen, es gelingt mir auch ganz gut. Meine Synapsen feuern Assoziationen los, dass es eine wahre Freude ist. Sie treffen aus verschiedenen Winkeln meiner aufnahmefähigen Erinnerung aufeinander, um in neuen Verbindungen meinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Doch all die Assoziererei kann nicht verbergen, dass es sich bei alledem um Vorbestehendes, Fremdes, Aufgenommenes handelt.
Zu beurteilen, ob etwas z.B. schön ist, fällt mir schwer. Ich kann zwar wiedergeben woran es mich erinnert, was andere Epochen und Menschen dazu sagen würden, wofür es steh - eben: welche Assoziationen es auslöst. Aber ob es schön ist, weiss ich nicht und kann ich nicht sagen.

Tuesday, 9 March 2010

Grabesrede, Standardausführung

Wir sind gekommen, um dich zu verabschieden, [Sophie].
Wir liebten dicht alle, nur gemocht hat dich niemand. Wir sind traurig, dass du gehen musstest und freuen uns, dich los zu sein.

Aufwachen und zehn Jahre verpasst haben

Unerwartete Grazie in alltäglicher Symapthie.
Gleichgültige Transparenz.
Entzückende Schönheit.
Polternde Freundlichkeit.
Unmotivierte Unausgeglichenheit.
Auswegslose Stringenz.
Bedrückender Stumpfsinn.
Einfaches Verständnis.
-
Aufwachen und zehn Jahre verpasst haben.

Thursday, 25 February 2010

Adam Green: dt. Fazit

Adam Green ist in erster Linie ein Assoziationsbündel. Er versteht es, das Absurde mit dem Seltsamen, das Tragische mit dem Zynischen, die Erkenntnis mit der Verblendung verschmelzen zu lassen. Seine Worte und Musik fühlen sich richtig an.
Live ist Adam Green ein gewiefter Entertainer. Gemäss Interview-Aussage (s. Video) sind ihm Konzerte eigentlich lästig; oft geniesst er es dann aber doch mehr als erwartet. Er versucht die Leute zu unterhalten, ihnen "eine Show zu bieten", wie man nicht sagen sollte. Und das gelingt ihm immer wieder mit bestechender Treffsicherheit.
Der Live-Performance-Überbau bringt die immanente Unruhe seiner Lieder zum Ausdruck. Das im Stillen angelegte Chaos bricht gelegentlich aus - ohne dass sich etwas verändern würde.
Vielleicht ist die Selbstzerstörung inszeniert, vielleicht imitiert er Doherty/Barat ("I adore these guys", sagt er selbst), vielleicht geht es ihm wirklich schlecht.